Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare! Zitat von Cristian Morgenstern.

„Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare“, schrieb Christian Morgenstern und brachte damit das Entscheidende zum Ausdruck. Alle unsere Gedanken und Gefühle erzeugen körperliche Reaktionen; unser seelisches Wesen und unsere körperliche Existenz sind auf das Engste miteinander verbunden.

Aber was ist die Seele? Leib und Seele – Körper und Geist – Soma und Psyche: Seit der Antike ist das Nachdenken über die Existenz und Natur der Seele und die Frage nach ihrem Verhältnis zum Körper ein zentrales Thema sowohl in der Geschichte der Medizin als auch der Philosophie. Dabei entstand der Begriff Psychosomatik erst im frühen 19. Jahrhundert. Peter Sloterdijk unternimmt in diesem Vortrag eine philosophische Annäherung an eine zeitlose und gleichzeitige ungebrochen aktuelle Grundfrage der menschlichen Existenz. 

Psychosomatik:

Wenn aus seelischen Belastungen körperliche Beschwerden werden!

Psychosomatik – Zusammenhang zwischen seelischen Belastungen (Psyche) und körperlicher Beschwerden (Soma)

Aufgrund seelischer Belastungen können wir uns körperlich krank fühlen, ohne dass es einen ärztlichen Befund dafür gibt. Das nennen wir Psychosomatik.

Der Volksmund weiß das schon lange. Doch, obwohl wir Redensarten, wie beispielsweise „das sitzt mir im Nacken“, „da dreht sich mir der Magen um“ oder „mir platzt gleich der Kragen“ ganz selbstverständlich verwenden, nimmt kaum jemand diese Verbindung zwischen Körper und Seele ernst.

„Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.“

Christian Morgenstern

Wenn es im Nacken, Rücken oder Magen schmerzt, gehen die meisten zum Arzt und lassen den Körper untersuchen. An die Ursache, die dahinter liegen könnte, denkt zunächst keiner. Erst wenn Schmerzmittel und Physiotherapie keine Besserung bewirken, wird nach tiefer liegenden Ursachen geforscht.

Psychosomatik – eine ganzheitliche Betrachtungsweise

Selbst in Zeiten von Stresserkrankungen, Burnout und Co., fühlen sich Menschen noch immer stigmatisiert, wenn es heißt, dass die Ursachen für Schmerzen oder Beschwerden vermutlich psychosomatisch sind. Wenn diese Vermutung geäußert wird, kommt sofort: „Ich bin doch kein Psycho – ich bin doch nicht verrückt!“ Dabei bedeutet Psychosomatik doch nichts anderes als eine ganzheitliche Betrachtungsweise von Körper und Seele. Dabei werden psychische Einflüsse auf somatische, also körperliche Vorgänge berücksichtigt.

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