Dauer einer Adoptionsvermittlung

Die Vermittlung einer Adoption kann unterschiedlich viel Zeit beanspruchen. Durchschnittlich dauert die Eignungsprüfung der Bewerberinnen und Bewerber circa neun Monate. Die Wartezeit, bis Ihnen ein Kind vorgeschlagen wird, variiert zwischen wenigen Wochen und manchmal mehreren Jahren. Entscheiden Sie sich für das Kind, so lebt das Kind mindestens ein Jahr lang in Ihrer Familie in “Adoptionspflege”. In dieser Zeit wird meistens der Antrag auf Adoption beim Familiengericht gestellt. Die abschließende Adoption spricht das Familiengericht aus, wenn zwischen dem Kind und Ihnen eine tragfähige Eltern-Kind-Beziehung entstanden ist.

Düsseldorfer Tabelle & Kindergeld dies ist zu beachten.

Leben minderjährige Kinder im Hause der Eltern, so haben diese Anspruch auf Kindergeld. Die monatliche Höhe des Kindergeldes beträgt ab 01.01.2020 für das:

  • erste und zweite Kind: seit 01.01.2021 219 Euro
  • dritte Kind: seit 01.01.2021 225 Euro
  • ab dem vierten Kind: seit 01.01.2021 250 Euro

Das Elterngeld steht dabei beiden Eltern hälftig zu. Leben die Eltern in Trennung oder Scheidung, bekommt der Elternteil, bei dem das Kind lebt, das Kindergeld. Dementsprechend ist die Hälfte dieses Betrages auf die Unterhaltszahlungen des Barunterhaltspflichtigen anzurechnen (§ 1612b BGB).

Für ein volljähriges Kind mit eigenen Hausstand gilt: Beide Eltern sind barunterhaltspflichtig und die Höhe der Zahlungen richtet sich nach dem jeweiligen Einkommen. Das Kindergeld wird in voller Höhe auf den Bedarf angerechnet.

Düsseldorfer Tabelle ab 01.01.2022

Die fett markieren Zahlen stellen den generellen Unterhaltsbedarf nach Düsseldorfer Tabelle dar. Bei den darunter zugeordneten Zahlen handelt es sich um die Zahlbeträge nach Abzug des Kindergeldes:

Net­to­ein­kom­men des
Bar­unter­halts­pflich­tigen 
in Eu­ro pro Mo­nat
Al­ters­stu­fen in Jah­ren & Be­trä­ge in Eu­ro pro Mo­natPro­zent­satzBe­darfs­kon­troll­be­trag in Eu­ro pro Mo­nat
0-56-1112-17ab 18
1.bis 1.900396455533569100960 bzw. 1.160
2.1.901 – 2.3004164785605981051.400
3.2.301 – 2.7004365015876261101.500
4.2.701 – 3.1004565246136551151.600
5.3.101 – 3.5004765466406831201.700
6.3.501 – 3.9005075836837291281.800
7.3.901 – 4.3005396197257741361.900
8.4.301 – 4.7005716567688201442.000
9.4.701 – 5.1006026928118651522.100
10.5.101 – 5.5006347288539111602.200
11.5.501 – 6.2006667658969561682.500
12.6201 – 7.0006978019391.0021762.900
13.7.001 – 8.0007298389811.0471843.400
14.8.001 – 9.5007618741.0241.0931924.000
15.9.501 – 11.0007929101.0661.1382004.700

Düsseldorfer Tabelle und Kindesunterhalt. Ein Anwalt kann ihnen helfen.

Sollte es über den Kindesunterhalt zum Streit kommen, empfiehlt es sich, einen Anwalt aufzusuchen. Des Weiteren ist die Berechnung des bereinigten Nettoeinkommens nicht so einfach.

Das Einkommen, welches auf der Lohnabrechnung steht, muss nicht unbedingt mit dem Einkommen, welches bei der Unterhaltsberechnung zu Grunde liegt, übereinstimmen. Auch die zu besichtigungsfähigen Schuldenlassen sich nicht so einfach ermitteln und bieten Konfliktpotential. Muss der Pflichtige an mehrere Kinder und Kindesmütter zahlen, so kann eine Berechnung zudem kompliziert werden.

Beim Jugendamt besteht die Möglichkeit eine Jugendamtsurkunde zu unterschreiben. Dann wird eine Berechnung des Kindesunterhaltes vorgenommen. Jedoch kann diese Urkunde im Falle der Nichtzahlung gegen ihn vollstreckt werden.

Düsseldorfer Tabelle, so berechnet sich die Unterhaltsleistungen.

Nach einer Scheidung oder Trennung stellen sich häufig Fragen zum Kindesunterhalt. Ein zentraler Baustein in diesem Zusammenhang ist die Düsseldorfer Tabelle. Aus dieser Tabelle ist ersichtlich, wie viel Kindesunterhalt der jeweilige Elternteil zahlen muss.

Die Düsseldorfer Tabelle existiert bereits seit 1962 und wird bis heute alle zwei Jahre aktualisiert, um der wirtschaftlichen und familienpolitischen Entwicklung Rechnung zu tragen. So existiert beispielsweise eine Düsseldorfer Tabelle für 2011. Im darauffolgendem Jahr wurde demnach keine Tabelle herausgegeben. So gibt es keine Düsseldorfer Tabelle für 2012. Für dieses Jahr galt weiterhin die Tabelle aus 2011.

Ihren Namen trägt sie, da die Tabelle ursprünglich vom Landgericht Düsseldorf herausgegeben wurde. Nach der Reform des Familienrechts im Jahr 1977 veröffentlichte das Oberlandesgericht Düsseldorf die Düsseldorfer Liste. Seit 1980 wirken an der Aktualisierung die anderen Oberlandesgerichte und die Unterhaltskommission des Deutschen Familientages e.V mit.

In den neuen Bundesländern wurde bis 2007 die Düsseldorfer Tabelle durch die Berliner Tabelle ergänzt. Diese wurde angewendet, wenn sowohl der Unterhaltsberechtigte wie auch der Unterhaltspflichtige in einem neuen Bundesland wohnten. Seit dem 1.1.2008 gilt allerdings auch in den neuen Bundesländern ausschließlich die Düsseldorfer Tabelle.

Düsseldorfer Tabelle: Das Alter der Kinder

In der Düsseldorfer Tabelle sind drei Altersgruppen zu finden und eine Bedarfsgruppe für volljährige Kinder. Um nun den Kindesunterhalt aus der Tabelle zu entnehmen, muss eine Eingruppierung in die Einkommensstufe und die Altersgruppe erfolgen.

Laut § 1612a BGB beruht der Mindestunterhalt eines minderjährigen Kindes auf dem doppelten Kinderfreibetrag des § 32 Abs. 6 Satz 1 Einkommensteuergesetz (EStG). Somit ergibt sich folgender Anspruch, den der Unterhaltspflichtige nach allen Mitteln und Kräften bereitstellen muss:

  • Erste Altersstufe von 0 bis 5 Jahren: 396 Euro (87 % des doppelten Kinderfreibetrages)
  • Zweite Altersstufe von 6 bis 11 Jahren: 455Euro (100 % des doppelten Kinderfreibetrages)
  • Dritte Altersstufe von 12 bis 17 Jahren: 533 Euro (113 % des doppelten Kinderfreibetrages)

Aufgeführt ist dieser Betrag in der ersten bzw. untersten Einkommensstufe. Die höheren Unterhaltsbeträge für jede Einkommensstufe in den jeweiligen Altersstufen ergeben sich aus der Multiplikation des Prozentsatzes und dem betreffenden Mindesunterhalts.

Bei volljährigen Kindern liegt der Mindestunterhalt ab dem 01.01.2022 bei 569 Euro. Haben die Kinder einen eigenen Haushalt, zum Beispiel als Student in einer anderen Stadt, liegt der Unterhaltsbedarf bei 860 Euro.

Düsseldorfer Tabelle: Selbstbehalt wie hoch ist der genau.

Dem Barunterhaltspflichtigen steht ein finanzielles Existenzminimum zu. Kann dieser durch sein Einkommen gerade seinen Eigenbedarf (Selbstbehalt) sichern, kann er keinen Unterhalt zahlen, denn der Selbstbehalt ist gegenüber den Unterhaltspflichten vorrangig.

Der Selbstbehalt beträgt bei minderjährigen unverheirateten Kindern und unverheirateten Kindern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, die im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulbildung befinden (privilegierte volljährige Kinder) für einen nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen 960 Euro. Ist der Unterhaltspflichtige erwerbstätig, so stehen ihm monatlich 1.160 Euro zu.

Der Selbstbehalt bei volljährigen nicht privilegierten Kindern beträgt mindestens 1.400 Euro. Behauptet der Unterhaltspflichtige nicht leistungsfähig zu sein, muss dies bewiesen werden.

Was bedeutet der Bedarfskontrollbetrag?

Demnach muss dem Unterhaltspflichtigen in der ersten bzw. untersten Einkommensstufe das Existenzminimum erhalten bleiben. Daher ist auch der Bedarfskontrollbetrag mit dem Selbstbehalt deckungsgleich.

Ab der zweiten Einkommensstufe liegt der Bedarfskontrollbetrag dann über dem Selbstbehalt. Diese Kontrolle soll sicherstellen, dass eine ausgewogene Verteilung des Einkommens zwischen dem Unterhaltspflichtigen und den unterhaltsberechtigten Kindern besteht. Sobald der Bedarfskontrollbetrag unterschritten wird, weil noch weitere Unterhaltspflichten bestehen, ist die nächstniedrigere Gruppe, deren Bedarfskontrollbetrag nicht unterschritten wird, zu wählen.

Der Unterhaltstabelle ist grundsätzlich der Mindestunterhalt zu entnehmen. Mehr Unterhalt kann der Pflichtige jederzeit zahlen.
Der Unterhaltstabelle ist grundsätzlich der Mindestunterhalt zu entnehmen. Mehr Unterhalt kann der Pflichtige jederzeit zahlen.

Die Düsseldorfer Tabelle beachtet lediglich den regulär monatlich anfallenden Unterhalt. Davon ausgenommen, sind der sogenannte Mehrbedarf und der Sonderbedarf.

Laut § 1610 Abs. 2 BGB sind vom Mehrbedarf zusätzliche Kosten, wie Nachhilfeunterricht und Kindergartengebühren, umfasst. Zum Sonderbedarf zählen nach § 1613 Abs. 2 Nr. 1 BGB unregelmäßige, außerordentlich hohe Kosten, welche nicht vorhersehbar sind. Hierzu zählen beispielsweise Krankenkassenbeiträge oder hohe Arztkosten.

Mehr- und Sonderbedarf sind von beiden Eltern anteilig zu zahlen. Dies ist allerdings im Verhältnis zum Einkommen zu sehen.

Verdient das Kind eigenes Geld, z. B. im Rahmen der Ausbildung, so ist dies anzurechnen. Gleiches gilt für Vermögen. Wohnt ein Student nicht bei den Eltern oder einem Elternteil, so steht ihm ein monatlicher Unterhalt von 860 Euro zu. Die Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung fallen extra an, ebenso die Studiengebühren.

Düsseldorfer Tabelle: Zwei Unterhaltsberechtigte werden berücksichtigt immer.

Die Düsseldorfer Unterhaltstabelle ist für zwei Unterhaltsberechtigte ausgelegt, ohne dass deren Rang beachtet wird. Sind mehr oder weniger Unterhaltsberechtigte zu versorgen, erfolgt eine Eingruppierung in eine höhere bzw. niedrigere Tabellengruppe.

Was passiert, wenn das Einkommen nicht ausreicht, um alle Unterhaltsansprüche abzudecken? Ist es dem Pflichtigen nicht möglich, die Ansprüche einschließlich der Ansprüche des Ehegatten zu tilgen, so erfolgt eine Herabstufung in die unterste Tabellengruppe. Reicht auch hierzu die Leistungsfähigkeit nicht aus, so erhält nur der erstrangig Berechtigte (minderjährige und volljährige privilegierte Kinder) den Unterhalt. Kann auch in diesem Fall nicht gezahlt werden, obwohl der Unterhaltspflichtige der gesteigerten Erwerbsobliegenheit nachkommt, liegt ein absoluter Mangelfall vor und es muss eine Mangelfallberechnung durchgeführt werden.

Der Unterhaltspflichtige unterliegt der gesteigerten Erwerbsobliegenheit um seiner Unterhaltspflicht nachzukommen. Reicht sein Einkommen nicht, muss er einen besser bezahlten Job oder einen Nebenjob aufnehmen. Darüber hinaus darf er bezüglich seines Arbeitsplatzes nicht fahrlässig handeln und beispielsweise kündigen, um nicht leistungsfähig zu sein.