Haager Adoptionsübereinkommen.

Das Haager Abkommen wurde im Mai 1993 vereinbart. Am 1. März 2002 ist Deutschland diesem Abkommen beigetreten. Dieses beschäftigt sich mit dem Schutz der Kinder und strebt eine Zusammenarbeit der Länder bei internationalen Adoptionen an. Zu dem Abkommen gehört ein Ausführungsgesetz, welches das Verfahren bei Adoptionen in allen Ländern zu vereinheitlichen versucht.

Auch das deutsche Gesetz musste, nachdem Deutschland Vertragsstaat wurde, angepasst werden. Hierzu beschloss der Bundestag im September 2001 das Gesetz zur Regelung von Rechtsfragen auf dem Gebiet der internationalen Adoption und zur Weiterentwicklung des Adoptionsvermittlungsrechts.

Möchten nun deutsche Staatsbürger im Ausland in einem weiteren Vertragsstaat eine Adoption vollziehen, so ist eine in Deutschland zugelassene Adoptionsvermittlungsstelle mit einzubeziehen.

Die Behörden der Länder arbeiten bei einem solchen Prozess zusammen und entscheiden gemeinsam über die Adoption. Wurde eine Adoption im Ausland über dieses Abkommen geschlossen, so wird die Akte in aller Regel auch im Heimatland der Adoptiveltern anerkannt.

Im Falle einer Privatadoption wird diese komplett im Ausland vollzogen und muss im Anschluss im Heimatland der Eltern anerkannt werden. Typische Herkunftsländer für eine solche Annahme sind Russland und die Vereinigten Staaten.

Weswegen kann ein Antrag auf eine Adoption abgelehnt werden?

Verschiedene Szenarien sind denkbar, die eine Adoption nicht möglich machen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine erfolgreiche Adoption von vielen Faktoren abhängt und nicht wegen einzelner Probleme versagt wird. Es zählt das Gesamtbild, welches die Eltern abgeben.
Mögliche Gründe für eine Ablehnung sind beispielsweise:

  • Die adoptionswilligen Eltern sind zu alt oder zu jung.
  • Die Einkommen reichen nicht aus, um ein Kind zu finanzieren.
  • Die Wohnung erscheint zu klein und zu viele Personen müssten zusammen auf engstem Raum leben.
  • Die Berufstätigkeit macht es nicht möglich, das Kind angemessen zu betreuen.
  • Die Beziehung der Eltern stellt sich als nicht stabil und belastbar heraus.

Diese Ausführungen sind nur als Beispiele zu verstehen. Vermittlungsstellen ziehen noch weitere Kriterien heran, welche eine Adoption ausschließen.

Ein Adoptionsverfahren kann mehrere Jahre dauern. Teilweise müssen adoptionswillige Eltern fünf Jahre oder länger warten. Darüber hinaus übersteigt die Anzahl der willigen Eltern die Anzahl der Kinder.

Habe ich Anrecht auf ein Vaterschaftstest?

Gemäß Abstammungsrecht und § 1598 BGB hat jeder Betroffene das Recht auf Durchführung eines Vaterschaftstests. So kann jedes Kind, jede zweifelnde Mutter und jeder gesetzliche Vater ein Labor seiner Wahl beauftragen, ein Abstammungsgutachten zu erstellen.

Alle beteiligten Personen müssen dem Abstammungsgutachten zustimmen. Verweigert ein Beteiligter die Teilnahme, kann ein richterlicher Beschluss erlassen werden. Dieser ersetzt die Zustimmung des Beteiligten. Falls Sie einen Beschluss erwirken möchten, können Sie den entsprechenden Antrag vor dem Familiengericht stellen. Die Gerichtskosten dafür sind gering und einen Anwalt benötigen Sie in der Regel nicht.

Grundsätzlich wird ein Abstammungsgutachten durch Mediziner und Sachverständige mit entsprechenden Qualifikationen angeboten und durchgeführt. Auch die Probenabnahmemuss durch einen Arzt, eine Behörde oder das Labor selbst erfolgen. Nicht jedes Labor darf ein Abstammungsgutachten ausstellen. Seit dem 1. Februar 2011 muss das Labor akkreditiert sein.Übrigens: Bereits vor der Geburt des Kindes können die Betroffenen gemäß Abstammungsrecht ein Gutachten erstellen lassen. Dabei handelt es sich um ein pränatales Abstammungsgutachten. Grundsätzlich ist diese Variante, sofern sie invasiv durchgeführt wird, allerdings mit einem erhöhten Fehlgeburtenrisiko verbunden und zudem nur in wenigen Ausnahmefällen überhaupt zulässig (etwa bei Sexualdelikten).

Halb offene Adoption

Halb offene Adoption

Bei einer halb offenen Adoption haben die leiblichen Eltern die Möglichkeit, über die jeweilige Adoptionsvermittlungsstelle in Kontakt mit den Adoptiveltern zu treten. So können beispielsweise Briefe ausgetauscht werden.

HELP a child e.V

HELP a child e.V. ist eine staatlich anerkannte Adoptionsvermittlungsstelle gemäß § 4 Abs. 1 und 2 AdVermiG mit Zulassung zur internationalen Adoptionsvermittlung mit Haiti, Burkina Faso und der Dominikanischen Republik. Wir sehen es als unsere Aufgabe, für adoptionsbedürftige, verlassene und verwaiste Kinder aus dem Ausland Eltern zu finden und ihnen so eine neue Familie und ein liebevolles Zuhause zu schenken. Unser Hauptziel ist dabei das Wohl des Kindes.

HELP a child e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke verfolgt und selbstlos tätig ist.

Herkunftsfamilie suchen

Ab dem 16. Geburtstag haben Sie ein Recht auf Akteneinsicht in die Vermittlungsakte, soweit sie Ihre Herkunft und Lebensgeschichte betrifft. Die Akteneinsicht wird durch eine Fachkraft begleitet. Die Datenschutzbelange und Persönlichkeitsrechte z. B. der leiblichen Eltern oder der Adoptiveltern müssen dabei beachtet werden.

Gleichzeitig können Sie ab diesem Zeitpunkt ohne Zustimmung der Adoptiveltern Einsicht in das Geburtenbuch beim Standesamt nehmen. Aus diesen Dokumenten gehen die damaligen Personalien der leiblichen Eltern hervor.

Wenden Sie sich an die Adoptionsvermittlungsstelle des örtlichen Jugendamts oder eines freien Trägers. Für die konkrete Suche ist eine Nachfrage bei der Vermittlungsstelle sinnvoll, die die Adoptionsvermittlung durchgeführt und die Adoptionsakte geführt hat (häufig am damaligen Wohnort der leiblichen Mutter oder der Adoptiveltern).

Liegt die Adoption schon längere Zeit zurück, existiert möglicherweise keine Vermittlungsakte mehr, sie enthält keine aussagekräftigen Informationen oder bei Adoptionen, die vor 1977 durchgeführt wurden, war eventuell keine Adoptionsvermittlungsstelle beteiligt. Die Adoption erfolgte damals noch durch einen notariellen Vertrag, der vom Amtsgericht bestätigt wurde. Eine Nachfrage beim beteiligten Gericht kann möglicherweise weiterführen. Das Geburtenbuch wird beim Standesamt des Geburtsorts geführt.

Homöopathie

In der Homöopathie werden Erkrankungen mit Substanzen behandelt, die in „normaler“ Dosierung genau die Symptome hervorrufen, die sie bekämpfen sollen. Dieses Ähnlichkeitsprinzip funktioniert deshalb, weil die Arzneimittel dazu stark verdünnt werden. Der Homöopath spricht vom Potenzieren.

Was ist ein homöopathische Mittel?“ Nach dem schweizerischen HMG gehören zu den homöopathischen Arzneimitteln homöopathische Einzelmittel, homöopathische Potenzakkorde, homöopathischeKomplexmittel, homöopathisch-spagyrische und spagyrische Arzneimittel, anthroposophische Arzneimittel, Schüßler-Salze, Nosoden, sowie Präparate tierischen Ursprungs, …

Homosexuelle und Adoption. Ist dies möglich?

Achtung: Mit Wirkung zum 01. Oktober 2017 dürfen in Deutschland auch gleichgeschlechtliche Paare eine Ehegemeinschaft eingehen. Bereits bestehende eingetragene Lebenspartnerschaften können in die sogenannte „Ehe für alle“ umgewandelt werden. Sie dürfen aber auch weiterhin aufrechterhalten werden. Neue Eintragungen sind hingegen nicht mehr möglich. Mit der Angleichung profitieren nun auch gleichgeschlechtliche Ehegatten von sämtlichen Rechten und Pflichten einer bürgerlichen Ehe.

Eine Adoption von Kindern ist bei einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft lange Zeit nicht in selbem Umfang möglich gewesen. In diesem Falle gelten hier nicht die gleichen Regelungen wie bei Ehepaaren. Während Ehepaare in aller Regel nur gemeinsam ein Kind adoptieren können, ist es bei gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften so nicht möglich.

Bringt der eine Lebenspartner bereits ein Kind mit in die gleichgeschlechtliche Ehe, so kann der andere Lebenspartner dieses Kind im Rahmen einer Stiefkindadoption annehmen. Hierzu müssen die beiden leiblichen Elternteile zustimmen. Ein Antrag hierzu wird beim Vormundschaftsgericht gestellt und muss vom Notar beurkundet werden. Das Kind hat nach der Adoption die rechtliche Stellung eines gemeinsamen Kindes der Lebenspartner. Dies gilt mit Einführung der“Ehe für alle“ nur noch bestehende Lebenspartnerschaften, die nicht in eine Ehe umgewandelt werden. Für gleichgeschlechtliche Ehegatten hingegen greifen sei dem 01. Oktober 2017 dieselben Bestimmungen, wie für heterosexuelle.

Möchte das homosexuelle Paar ein fremdes, nicht verwandtes Kind adoptieren, so kann dies nur ein Lebenspartner tun. Es ist nicht möglich als Paar ein Kind anzunehmen. Wird die Lebenspartnerschaft in eine Ehe umgetragen, so haben beide Partner dasselbe Recht wie Ehegatten einer heterosexuellen Ehegemeinschaft.

Damit der eine Lebenspartner nun ein Kind annehmen kann, braucht er die Zustimmung des anderen. Ist die Annahme vollzogen, kann dieser ein eingeschränktes Sorgerecht beantragen. Dieses umfasst alle Entscheidungen im täglichen Leben und bei Gefahr im Verzuge.

In manchen europäischen Ländern allerdings dürfen gleichgeschlechtliche Paare bereits länger gemeinsam adoptieren. Hierzu zählen beispielsweise Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Schweden, Spanien, Portugal und Finnland. In Deutschland ist dies erst mit der Einfürhung der „Ehe für alle“ mit Wirkung zum 01. Oktober 2017 möglich.

Berufstätigkeit

Was die Berufstätigkeit angeht, so ist schwer zu urteilen, worauf es ankommt. Auf der einen Seite muss eine Berufstätigkeit nachgewiesen werden, um zu zeigen, dass ein Kind finanziert werden kann. Auf der anderen Seite muss ein Kind entsprechend betreut werden, was eine volle Berufstätigkeit schwierig macht. In der Praxis wird daher darauf geachtet, dass zumindest ein Elternteil weniger arbeitet, um sich um das Kind kümmern zu können. Hier kommt es auch auf das Alter des Kindes an. Wird bei der Adoption ein Baby vermittelt, braucht dieses eine andere Betreuung als ein Jugendlicher. Grundsätzlich zählt in diesem Falle der Wille der Eltern, die Berufstätigkeit an den Betreuungsaufwand des Kindesanzupassen.