Babyklappe

Babyklappe

auch Babynest oder Babykorb genannt, ist eine Einrichtung, die einer Frau in einer äußerst kritischen und verzweifelten Lebenssituation ermöglicht, ihren Säugling dort anonym abzulegen und zu wissen, dass für ihr Baby gesorgt werden wird.

Legen Eltern ihr Kind in eine Babyklappe, so haben sie keine Chance, sich bewusst mit den Möglichkeiten auseinanderzusetzen, die der Staat zur Unter- stützung junger Familien bietet. Letztlich nehmen sie sich die Möglichkeit, selbst Verantwortung für ihr Kind zu übernehmen.

Die Mütter solcher Kinder bleiben in ihrer Not allein. Sie gebären die Kinder ohne ärztliche Versorgung und können infolge der Anonymität nie mehr erfah- ren, wie es ihrem Kind geht. Ein Kind aus einer Babyklappe wird zu einem Adoptivkind, dem die Adoptiveltern nichts über seine Herkunft sagen können und nichts darüber, warum Eltern ihr Kind abgegeben haben. Dem Grundrecht des Kindes auf Kenntnis von seiner Abstammung, das in der UN-Kinderrechts- konvention verankert und durch das Bundesverfassungsgericht bestätigt wurde, kann nicht entsprochen werden.

Bedarfskontrollbetrag was ist das?!

Demnach muss dem Unterhaltspflichtigen in der ersten bzw. untersten Einkommensstufe das Existenzminimum erhalten bleiben. Daher ist auch der Bedarfskontrollbetrag mit dem Selbstbehalt deckungsgleich.

Ab der zweiten Einkommensstufe liegt der Bedarfskontrollbetrag dann über dem Selbstbehalt. Diese Kontrolle soll sicherstellen, dass eine ausgewogene Verteilung des Einkommens zwischen dem Unterhaltspflichtigen und den unterhaltsberechtigten Kindern besteht. Sobald der Bedarfskontrollbetrag unterschritten wird, weil noch weitere Unterhaltspflichten bestehen, ist die nächstniedrigere Gruppe, deren Bedarfskontrollbetrag nicht unterschritten wird, zu wählen.

Der Unterhaltstabelle ist grundsätzlich der Mindestunterhalt zu entnehmen. Mehr Unterhalt kann der Pflichtige jederzeit zahlen.
Der Unterhaltstabelle ist grundsätzlich der Mindestunterhalt zu entnehmen. Mehr Unterhalt kann der Pflichtige jederzeit zahlen.

Die Düsseldorfer Tabelle beachtet lediglich den regulär monatlich anfallenden Unterhalt. Davon ausgenommen, sind der sogenannte Mehrbedarf und der Sonderbedarf.

Laut § 1610 Abs. 2 BGB sind vom Mehrbedarf zusätzliche Kosten, wie Nachhilfeunterricht und Kindergartengebühren, umfasst. Zum Sonderbedarf zählen nach § 1613 Abs. 2 Nr. 1 BGB unregelmäßige, außerordentlich hohe Kosten, welche nicht vorhersehbar sind. Hierzu zählen beispielsweise Krankenkassenbeiträge oder hohe Arztkosten.

Mehr- und Sonderbedarf sind von beiden Eltern anteilig zu zahlen. Dies ist allerdings im Verhältnis zum Einkommen zu sehen.

Verdient das Kind eigenes Geld, z. B. im Rahmen der Ausbildung, so ist dies anzurechnen. Gleiches gilt für Vermögen. Wohnt ein Student nicht bei den Eltern oder einem Elternteil, so steht ihm ein monatlicher Unterhalt von 860 Euro zu. Die Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung fallen extra an, ebenso die Studiengebühren.

Beistandschaft des Jugendamtes was ist das?

Einen Antrag auf Beistandschaft kann beim Jugendamt jeder Elternteil stellen. Dieser muss sorgeberechtigt, ein Vormund oder der Erziehungsberechtigte sein, bei dem das Kind hauptsächlich lebt. Beim Jugendamt beantragte Beistandschaft bedeutet, dass dieses eine gesetzliche Vertretung des Kindes bereitstellt.

Dieses muss dafür minderjährig sein und seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben, da ein solcher Anspruch andernfalls nicht geltend gemacht werden kann. Die Beistandschaft kann in zwei Aufgabenkreisen erfolgen. Ist dies vom erziehungsberechtigten Elternteil gewünscht, kann auch nur einer der beiden Aufgaben wahrgenommen werden:

  1. Vaterschaftsfeststellung: Mithilfe des Jugendamtes kann eine freiwillige Anerkennung der Vaterschaft beantragt werden. Dazu muss allerdings die Mutter des minderjährigen Kindes zustimmen. Weigert sich der Vater, eine solche Anerkennung durchführen zu lassen, kann der Beistand vom Jugendamt eine Vaterschaftsklage beantragen.
  2. Geltendmachung von Unterhaltszahlungen: Die Beistandschaft kann auch dann erfolgen, wenn Unterhaltszahlungen eingeholt werden sollen. Wie bei der Anerkennung der Vaterschaft kann die Geltendmachung hier auch auf freiwilliger Basis erfolgen oder durch einen Gerichtsbeschluss angeordnet werden. Auch Zwangsvollstreckungen bei einer Verweigerung der Zahlung sind möglich.

Bekommt das Adoptierte Kind einen neuen Namen?

Das ist möglich. In aller Regel erhält Ihr Kind im Zuge der Adoption Ihren Familiennamen. Den Vornamen können Sie meist ebenfalls ändern lassen. Bitte achten Sie jedoch bei einer eventuellen Änderung die Wünsche Ihres Kindes und überlegen Sie sich gut, ob die Änderung vorteilhaft für Ihr Kind ist. Ein Beispiel hierfür ist, wenn der Vorname aus einer fremden Sprache stammt und im Deutschen eine seltsame Bedeutung hat oder wenn der Vorname im Deutschen schwer auszusprechen ist.

Eventuell könnte es besser für Ihr Kind sein, wenn Sie den Vornamen ergänzen, statt ihn komplett zu ändern. Denn ein Vorname ist ein wichtiger Bestandteil der Identität Ihres Kindes – vor allem, wenn es bereits mit seinem Namen vertraut ist.

Wie eine Änderung des Vor- oder Nachnamens abläuft, hängt vor allem davon ab, in welchem Staat Sie das Kind adoptieren. Mehr dazu erfahren Sie von Ihrer Vermittlungsstelle.

Bekommt ein Kind das im Ausland adoptiert wurde, die deutsche Staatsbürgerschaft?

Ein im Ausland adoptiertes Kind erhält die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • das Adoptivkind ist jünger als 18 Jahre alt, 
  • mindestens einer der annehmenden Elternteile besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit,
  • die ausländische Adoption wird in Deutschland anerkannt und
  • die rechtlichen Wirkungen der ausländischen Adoption sind gleichwertig im Hinblick auf die Wirkungen einer Adoption nach deutschem Recht. Dazu gehört auch, dass das Kind keine rechtlichen Beziehungen mehr zu seinen leiblichen Eltern hat.

Beratung und Vermittlung

Beratung und Vermittlung
Ärztinnen und Ärzte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Jugendämter oder Beratungsstellen in freier und kommunaler Trägerschaft können Ihnen Perspektiven für ein Leben mit Kind aufzeigen. Sie informieren Sie detailliert über verschiedene unterstützende Angebote. Hat sich aus solchen Gesprächen die Adoption als für Sie richtige Alternative herausgestellt, sollten Sie sich anschließend durch eine Adoptionsvermittlungsstelle ausführlich beraten lassen. 
Sind Sie sich nach der Beratung bei einer Adoptionsvermittlungsstelle sicher, Ihr Kind zur Adoption freigeben zu wollen, beauftragen Sie diese, Adoptiveltern zu suchen. Sie können das Verfahren aktiv mitgestalten und zwischen einer offenen, halb offenen oder Inkognitoadoption wählen.
Unabhängig davon, ob Sie die Adoptiveltern persönlich kennenlernen oder schriftlichen Kontakt pflegen wollen, können Sie auf die Bewerberauswahl Einfluss nehmen. Außerdem können Sie beispielsweise festlegen, in welchem religiösen Glauben Ihr Kind erzogen werden soll.

Berufstätigkeit

Was die Berufstätigkeit angeht, so ist schwer zu urteilen, worauf es ankommt. Auf der einen Seite muss eine Berufstätigkeit nachgewiesen werden, um zu zeigen, dass ein Kind finanziert werden kann. Auf der anderen Seite muss ein Kind entsprechend betreut werden, was eine volle Berufstätigkeit schwierig macht. In der Praxis wird daher darauf geachtet, dass zumindest ein Elternteil weniger arbeitet, um sich um das Kind kümmern zu können. Hier kommt es auch auf das Alter des Kindes an. Wird bei der Adoption ein Baby vermittelt, braucht dieses eine andere Betreuung als ein Jugendlicher. Grundsätzlich zählt in diesem Falle der Wille der Eltern, die Berufstätigkeit an den Betreuungsaufwand des Kindes anzupassen.

Biologische Elternschaft

Hieraus ergibt sich die Blutsverwandtschaft eines Kindes mit seinen Eltern. Der Begriff bezieht sich vor allem auf die gemeinsame Zeugung des Kindes. Die biologischen Eltern werden auch Erzeuger genannt. Nicht immer ist eine biologische Elternschaft gemäß Abstammungsrecht auch problemlos zu bestimmen, da in Deutschland z. B. Samenspendenmöglich sind.

Biologische vs. rechtliche Elternschaft

Neben der Mutterschaft definiert das BGB in §§ 1592 und 1593 auch die Vaterschaft. Laut Abstammungsrecht ist der Vater eines Kindes entweder der Mann, der mit der Mutter zum Zeitpunkt der Geburt verheiratet ist, die Person, welche dies anerkannt hat oder der Mann, dessen Vaterschaft „in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit gerichtlich festgestellt ist.“ (§ 1592 BGB)Auch in diesem Zusammenhang kann es eine biologische und eine rechtliche Vaterschaft geben. Im Rahmen dieser muss der biologische Erzeuger nicht auch der gesetzliche sein. In den meisten Familien nimmt der Vater sowohl die soziale als auch die biologische und rechtliche Rolle ein. Dies ist allerdings nicht immer der Fall.

Der Vater kann auch alleinerziehend, Stiefvater sowie Pflegevater oder biologischer Samenspender sein. Spätestens hier wird deutlich, dass die Vaterschaft nicht ganz so einfach zu definieren ist wie die Mutterschaft gemäß Abstammungsrecht.

Dazu zwei Beispiele: Zwei Eheleute trennen sich und die Frau zieht mit ihrem neuen Lebenspartner zusammen. Sie wird von ihm schwanger und bekommt bereits einen Monat nach der Scheidung ein Kind. Dieses Kind hat rein rechtlich keinen Vater, da die Mutter mit ihrem neuen Partner noch nicht verheiratet ist.

Im Abstammungsrecht ist der biologische nicht immer gleichzeitig auch der rechtliche Vater.
Im Abstammungsrecht ist der biologische nicht immer gleichzeitig auch der rechtliche Vater.

Bekommt die Frau das Kind allerdings noch vor der Scheidung, ist der biologische Erzeuger zwar der neue Lebenspartner, allerdings liegt die rechtliche Vaterschaft beim Noch-Ehemann, da er zum Zeitpunkt der Geburt noch mit der Mutter verheiratet war.

Um die Vaterschaft nun korrekt zuordnen zu können, sieht das deutsche Abstammungsrecht zwei unterschiedliche Möglichkeitenvor:

Zum einen kann die Vaterschaft angefochten und zum anderen eine Vaterschaftsanerkennung durchgeführt werden. Worum es sich dabei konkret handelt, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.