Herzlich willkommen im neuen Forum von Adoptionshelfer.de! Schön, dass du hergefunden hast.

Hier tauschen wir uns aus über das Thema, das uns alle betrifft: Adoption. Du findest hier viele Informationen, geordnet nach Unterthemen. Du kannst Beiträge anderer User lesen und sie kommentieren. Wenn du möchtest, kannst du auch selbst ein neues Unterthema eröffnen. Das Forum ersetzt die bisherige Chat-Funktion und erweitert sie erheblich.

Wenn viele mitmachen, wird dieses Forum einmal zu einer Art Adoptionswiki. Zu einem Wissensschatz, der viele Informationen, Meinungen und echte Erfahrungen zu jedem erdenklichen Adoptions-Thema  bereithält. Es soll dir helfen, gut anzukommen, wenn du als Adoptierter auf der Reise zu dir selber und zur heilsamen Integration deiner Geschichte bist. Es hilft dir auch, wenn du Adoptivmama oder -papa bist, dein Kind besser zu verstehen. Und es unterstützt dich als leibliche Mutter oder Vater, mit der Situation umzugehen.

Für den Anfang scroll einfach hier auf der Seite runter und schau, was es für Themen gibt. Schreib auch gerne dazu, was dir zu dem jeweiligen Thema einfällt. Dazu kannst du dich entweder hier kostenlos registrieren oder anonym als Gast kommentieren. Vielleicht kommt dir ja auch ein eigenes Thema in den Sinn, das du hier neu eröffnen möchtest.

Also komm und mach mit 😉 Wir freuen uns auf deine Kommentare und Beiträge.

Danke und viel Erfolg auf deinem Weg!

Erfahrungen mit ANCESTRY

Zitat

Ich habe zuerst bei MyHeritage, später noch einmal bei ANCESTRY einen DNA-Test gemacht, der meine ethnische Herkunft zu über 70 Prozent in Osteuropa und im Baltikum verortete. Da war ich sehr überrascht! Ich hatte über Standesämter und Archive schon einige Geburts- und Heiratsurkunden meiner leiblichen Familie zusammen getragen (die Anfangsdaten hatte ich ja seit Einsicht in die Adoptionsakte). Bei FACEBOOK habe ich dann in der Gruppe SÜTTERLIN einen sehr netten Menschen gefunden, der mir geholfen hat, die Schrift auf den Urkunden zu entziffern. Später hat er mir dann geholfen, in meinem Stammbaum weiter zu arbeiten, der inzwischen bis ins 18. Jahrhundert zurück reicht. Letztes Jahr habe ich einen Berufsgenealogen mit weiterer Suche beauftragt, da ich mit der Suche nach den Großeltern mütterlicherseits nicht weiter kam. Diese Suche dauert an, da fehlende Daten vermutlich nur über die Recherche in alten polnischen Kirchenbüchern zu finden sind, die vielleicht auch durch den Krieg vernichtet sind. Ergebnis bis heute: Meine Vorfahren waren durchweg Landarbeiter, Bergleute, Knechte, Dienstmägde. Es gab einige uneheliche Kinder, die nicht zugeordnet werden können. Sie kamen überwiegend aus Osteuropa und Russland, wie ich auch anhand der Nachnamen feststellen konnte. Mindestens eine Schwester meiner leiblichen Mutter, evtl. sogar auch Tante oder Onkel, müssen um 1900 und bis 1950 in die USA ausgewandert sein, denn ich habe hunderte von Matches in den USA. Darüber habe ich dann eine Cousine in Goodspring (Tennessee) und einen Cousin in London gefunden. Aus den USA erhielt ich dann ein Foto meiner Tante Gerda, ältere Schwester meiner Mutter. Bis Janis (Cousin in London) mir schrieb, es sei wohl eine andere Schwester. Noch unbekannte andere Cousine Rita in USA habe ihm geschrieben, dass ihre Mutter mit der Identität von Gerda ausgewandert sei. Das muss dann entweder die Schwester Annemarie oder Erna gewesen sein. Auf jeden Fall ist es dieser Frau in den USA wohl besser gegangen. Sie hat, nachdem sie zuvor in Deutschland von Westpreußen nach Schleswig-Holstein geflohen war, einen amerikanischen Soldaten geheiratet und ist mit ihm ausgewandert, hatte ein gutbürgerliches Leben, wie ich alleine vom Foto her schließen kann. Mit Hilfe der Herkunftsforscherin Susanne Panter fand ich eine Cousine in Gütersloh, eine Tochter des jüngsten Bruders meiner Mutter. Aus dieser und anderen Geschichten leiblicher Geschwister und einer jüngst gefundenen Nichte (Tochter meiner ältesten Schwester Margarethe), habe ich ein Bild vom Ausmaß der Armut, der Gewalt und des Elends, transgenerational in meiner leiblichen Familie. Das bestätigt mir umso mehr, dass ich Glück hatte, "überlebt" zu haben, wie ich in einem anderen Beitrag geschrieben habe. Letzte Offenbarung war, dass mein Opa Gustav im Jahr 1950 ein drittes Mal geheiratet hatte, meine leibliche Großmutter also vermutlich früh verstorben war oder er sich scheiden ließ (wie von der ersten Ehefrau). Ich finde das Thema Ahnenforschung inzwischen super spannend. Über Melderegisterauskünfte und Anfragen bei städtischen Archiven, mit ANCESTRY und über FACEBOOK, auch mit Hilfe des Berufsgenealogen und der Herkunftsforscherin habe ich in drei Jahren sehr sehr viel herausgefunden und werde damit bestimmt noch mein ganzes Leben weiter machen und bin auf viele neue Kontakte und Erkenntnisse gespannt.

Jan Barstorf hat auf diesen Beitrag reagiert.
Jan Barstorf
Zitat

Danke Petra auch deine Antwort wird hier bestimmt einigen helfen können. Ich persönlich habe mit diesem DNA Test noch nie Kontakt gehabt aber evtl. kommt das ja doch noch 🙂 für mich sind deine Aussagen sehr informativ:)

Für deine Teilnahme und bis bald.